Keri Hulme, Unter dem Tagmond (1983)
"Ich bin eben letzten Endes ein typischer Hori, als Fließband- und Fabrikarbeiter gemacht, aber nicht dafür, nach hohen Stellungen zu streben."
"Nach hohen Stellungen in wessen Welt? Und hoch ist, was du dafür hältst... ich kannte Landstreicher, die wussten, dass sie eine hohe Stellung in der Ordnung der Dinge einnehmen, und ich bin einem Minister begegnet, der einsah, dass er zuunterst im Misthaufen lag."
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Wenn man weiß, wovor man sich fürchtet, hat man weniger Angst.
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Dieses merkwürdige, unpersönliche Besitzgefühl, das Eltern gegenüber dem Körper ihrer kleinen Kinder zeigen - prüfe dies, untersuche das, sieh da mal nach und putze das, so als behandelten sie eine Verlängerung ihres eigenen Körpers und nicht einen anderen Menschen.
Keri Hulme, Unter dem Tagmond (1983)
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"Die Kindheitsjahre sind die schönsten Jahre deines Lebens..." Wer immer diesen Satz prägte, war ein perfektes Arschloch, ein Schmierer ersten Ranges. Das Leben wird besser, je älter man wird, natürlich nur, solange man nicht zu alt wird.
Keri Hulme, Unter dem Tagmond (1983)
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Ich traue niemandem, habe nie jemandem getraut. Nicht einmal als Kind, wenn jeder, wie man meint, unschuldig genug ist, der ganzen Welt zu trauen. Vielleicht bin ich mir meiner selbst zu früh bewusst geworden, des brüchigen Fundaments bewusst geworden, auf dem wir alle bauen müssen.
Keri Hulme, Unter dem Tagmond (1983)
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Nun, meine Seele, man braucht alle Arten von Menschen, um eine Welt zu machen...
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Sehr an etwas zu hängen, heißt das Unglück einzuladen.
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