Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
Posts mit dem Label wirtschaftskrise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label wirtschaftskrise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Der Staat unterstützt den unrentablen Großbesitz. Der Staat unterstützt die Schwerindustrie. Sie liefert ihre Produkte zu Verlustpreisen ins Ausland, aber sie verkauft sie innerhalb unserer Grenzen über dem Niveau des Weltmarkts. Die Rohmaterialien sind zu teuer; der Fabrikant drückt die Löhne; der Staat beschleunigt den Schwund der Massenkaufkraft durch Steuern, die er den Besitzenden nicht aufzubürden wag; das Kapital flieht ohnedies milliardenweise über die Grenzen. Ist das nicht konsequent? Hat der Wahnsinn keine Methode?
Labels:
1931,
das system,
erich kästner,
fabian,
geld,
kapitalismus,
moralist,
schriftsteller,
wirtschaft,
wirtschaftskrise
Indessen, weil du weißt, daß du Haushalter seist, so sei bemüht und unvergessen, den Mammon klüglich anzuwenden, den Armen wohlzutun, ...
Johann Sebastian Bach, Cantata BWV 168 "Tue Rechnung! Donnerwort"
Labels:
armut,
geben + nehmen,
geld,
geldsorgen,
j.s. bach,
songtext,
verantwortung,
wirtschaftskrise
Kapital und Interessen, meine Schulden groß und klein, müssen einst verrechnet sein.
Johann Sebastian Bach, Cantata BWV 168 "Tue Rechnung! Donnerwort"
Labels:
geben + nehmen,
geld,
geldsorgen,
j.s. bach,
songtext,
verantwortung,
wirtschaftskrise
Wenn ich in mein Gewissen gehe und meine Rechnungen so voll Defekte sehe! Ich habe Tag und Nacht die Güter, die mir Gott verliehen, kaltsinnig durchgebracht!
Johann Sebastian Bach, Cantata BWV 168 "Tue Rechnung! Donnerwort"
Labels:
geben + nehmen,
geld,
geldsorgen,
j.s. bach,
songtext,
verantwortung,
wirtschaftskrise
Die Technik multipliziert die Produktion. Die Technik dezimiert das Arbeitsheer. Die Kaufkraft der Massen hat die galoppierende Schwindsucht. In Amerika verbrennt man Getreide und Kaffee, weil sie sonst zu billig würden. In Frankreich jammern die Weinbauern, dass die Ernte zu gut gerät. Stellen Sie sich das vor! Die Menschen sind verzweifelt, weil der Boden zu viel trägt! Zu viel Getreide, und andere haben nichts zu fressen! Wenn in so eine Welt kein Blitz fährt, dann können sich die historischen Witterungsverhältnisse begraben lassen.
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
Abonnieren
Posts (Atom)