Henning Mankell, Der Chinese (2008)
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Das ließ sie am gesamten schwedischen Rechtssystem verzweifeln. Wem diente sie eigentlich? Der Gerechtigkeit oder der Gleichgültigkeit? Und was wären die Konsequenzen, wenn zugelassen wurde, dass immer mehr Kinder Straftaten begingen, ohne dass jemand reagierte? Wie hatte es so weit kommen können, dass das demokratische System durch ein wankendes Rechtssystem gefährdet wurde?
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Es ist wichtig zu erkennen, dass wir nicht grundsätzlich die Fähigkeit zu vertrauen verloren haben, wenn wir das Vertrauen in unsere Gesellschaft verlieren.
Sun Bear, Leben mit der Kraft - Ein Selbsthilfebuch für das Leben in der Wildnis (1988)
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Seht nur, was heute überall in der Welt passiert. Die Bevölkerung wächst, fruchtbare Krume wird ins Meer gespült, der Grundwasserspiegel sinkt, das Wasser ist verseucht. Hungersnöte und Elend werden immer schlimmer, während immer weniger Menschen einen immer größeren Teil der Erde besitzen. Angst und Misstrauen regieren überall. Familien brechen auseinander, es gibt immer mehr Scheidungen, der Generationenkonflikt verschärft sich, Kinder werden verlassen, missbraucht, vernachlässigt. Gerichte und Gefängnisse können mit der Flut von Verbrechen nicht schritthalten; und die Verbrechen selbst werden immer gewalttätiger. Terrorismus ist die politische Mode der Zeit - zwischen Nationen, Rassen, Religionen und politischen Parteien. Terror schleicht durch die Straßen der großen Städte auf der ganzen Welt.
Sun Bear, Leben mit der Kraft
(1987)
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Der Staat unterstützt den unrentablen Großbesitz. Der Staat unterstützt die Schwerindustrie. Sie liefert ihre Produkte zu Verlustpreisen ins Ausland, aber sie verkauft sie innerhalb unserer Grenzen über dem Niveau des Weltmarkts. Die Rohmaterialien sind zu teuer; der Fabrikant drückt die Löhne; der Staat beschleunigt den Schwund der Massenkaufkraft durch Steuern, die er den Besitzenden nicht aufzubürden wag; das Kapital flieht ohnedies milliardenweise über die Grenzen. Ist das nicht konsequent? Hat der Wahnsinn keine Methode?
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Das Geld ist platt und will auch platt geschmeichelt sein.
Britta, "Wer wird Millionär?" (2006)
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Der Blutkreislauf ist vergiftet. ... Und wir begnügen uns damit, auf jede Stelle der Erdoberfläche, aud der sich Entzündungen zeigen, ein Pflaster zu kleben. Kann man eine Blutvergiftung so heilen? Man kann es nicht. Der Patient geht eines Tages, über und über mit Pflastern bepflastert, kaputt!
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Erst muss man das System vernünftig gestalten, dann werden sich die Menschen anpassen.
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Ich kann vieles und will nichts. Wozu soll ich vorwärts kommen? Wofür und wogegen? Nehmen wir wirklich einmal an, ich sei der Träger einer Funktion. Wo ist das System, in dem ich funktionieren kann? Es ist nicht da, und nichts hat Sinn.
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Ich zähle täglich meine Sorgen / Dabei denk ich noch nicht einmal an morgen / Ich hab ja keine Angst, nur manchmal frag' ich mich: / Ist das noch Bohème oder schon die Unterschicht?
Britta, "Wer wird Millionär?" (2006)
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Da sind ein paar Arschlöcher ganz oben, Die können mit dir machen, was sie wollen. Sie können dir befehlen: Du bist ab jetzt Soldat, und schon schläfst du wie ein Schwein mit zwanzig anderen zusammengepfercht. Und wenn dir einer befiehlt: In den Dreck mit der Schnauze, friss die Scheiße, grab dich in die Latrine ein, dann ist das ein Befehl. Du führst ihn aus, denn sonst wirst du erschossen. Und dort drüben, diese und diese Leute, die knallst du ab, die lässt du an Giftgas ersticken, die mordest du hin. Erstechen, in die Luft sprengen - alles ist erlaubt. Und du musst das machen. Dafür bekommst du einen Orden. Und wenn du dich weigerst, stellen sie dich an die Wand. Morden und morden. Sie halten sich die Menschen wie Hunde und hetzen sie aufeinander, und wem mehr Menschen übrigbleiben, der hat gesiegt. Das ist Politik.
Janosch, Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben (1994)
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Wir werden nicht daran zugrunde gehen, dass einige Zeitgenossen besonders niederträchtig sind, und nicht daran, dass einige von diesen und jenen mit einigen von denen identisch sind, die den Globus verwalten. Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde. Wir wollen, dass es sich ändert, aber wir wollen nicht, dass wir uns ändern.
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Wer schon hat, dem wird gegeben / Und für uns bleibt nur das schöne Leben / Ja so läuft's, und so wird's weiter laufen / Denn der Teufel scheißt auf den größten Haufen.
Britta, "Wer wird Millionär?" (2006)
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Was nützt das göttliche System, solange der der Mensch ein Schwein ist?
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
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Und alle unsere Geistesgaben kommen gar nicht mehr zum Tragen / Weil wir schon seit jungen Tagen so gar keinen Ehrgeiz haben / Unsere Haut zu Markt zu tragen.
Britta, "Wer wird Millionär?" (2006)
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Die Technik multipliziert die Produktion. Die Technik dezimiert das Arbeitsheer. Die Kaufkraft der Massen hat die galoppierende Schwindsucht. In Amerika verbrennt man Getreide und Kaffee, weil sie sonst zu billig würden. In Frankreich jammern die Weinbauern, dass die Ernte zu gut gerät. Stellen Sie sich das vor! Die Menschen sind verzweifelt, weil der Boden zu viel trägt! Zu viel Getreide, und andere haben nichts zu fressen! Wenn in so eine Welt kein Blitz fährt, dann können sich die historischen Witterungsverhältnisse begraben lassen.
Erich Kästner, Fabian - Die Geschichte eines Moralisten (1931)
It's easy for the top to be friendly - they are well paid and well benefited for it; the others speak from the heart.
Nikki Giovanni, Racism 101 (1994)
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I mean, it is so illogical to think that any system that intended to support life first created 'man.'
Nikki Giovanni, Racism 101 (1994)
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When he finished with the front page, he straightened up for a moment, thinking that the news didn't vary much from month to month, from year to year. [...] The Democrats were peevishly blaming the Republicans for the state the country was in; and the Republicans were peevishly blaming the Democrats for the same thing.
Ann Petry, The Narrows (1953)
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Moloch whose love is endless oil and stone! Moloch whose soul is electricity and banks! Moloch whose poverty is the specter of genius! Moloch whose fate is a cloud of sexless hydrogen! Moloch whose name is the mind!
Allen Ginsberg, Howl (1956)
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The system gives you just enough to make you think that you see change. They will sing you right to sleep, then they'll screw you just the same.
Ani DiFranco, Waiting Song (1992)
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