Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
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Im Hotel de la Vieille Lanterne wurde nach zehn kein Frühstück mehr serviert. Louis war diese Strafe gewohnt, da er zu jener verdächtigen Spezies gehörte, die nach der vorgeschriebenen Zeit aufstand, zwischen elf und zwölf Uhr mittags, der Stunde der Außenseiter, der Nachtschwärmer, der Geächteten, der Schuldingen, der Tagediebe, der Junggesellen, der Schlechtrasierten und der Unanständigen.
Ich liebe die Frauen - einschließlich ihres Gesichts und mit ihrer Einwilligung. Die dagegen geilen sich an anonymen Körperteilen auf, für die sie zehn Francs zahlen. Das nehm ich ihnen übel. Die kotzen mich an.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
Es gibt keine wahre Freiheit ohne Risiko.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
Die Erde ist voll von schrecklich intelligenten Typen, die dabei richtige Dreckskerle sind.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
[N]ichts verbindet stärker als die Verständigung über die Dummheit eines Dritten.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
Nur Typen, die überhaupt nicht mehr wissen, was sie mit sich anfangen sollen, beschäftigen sich mangels Möglichkeit, die Welt zu verbessern, damit, ihren Kleiderschrank neu zu ordnen.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
Er durchschaute die Sache. Die Tatsache, dass seine Gedanken sich hartnäckig in häusliche Fragen verrannten, war ein bedenkliches Zeichen. Louis kannte dieses Zeichen sehr gut, es bedeutete Flucht. Flucht vor Projekten, ein Rückzug von Ideen, diskretes geistiges Elend. Weniger die Tatsache, dass er an den Berg von Schuhen dachte, bereitete ihm Sorgen. Jeder Mansch kann nebenbei an so etwas denken, ohne dass man daraus gleich eine große Geschichte macht. Nein, es war die Tasache, dass ihm diese Beschäftigung Spaß machte.
Fred Vargas, Der untröstliche Witwer von Montparnasse (1999)
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